Ziergarten im April

Den nachfolgenden Text haben wir, mit freundlicher Genehmigung der Gartenakademie Rheinland-Pfalz, dem
Newsletter 09-2021 entnommen.

Im April kommt der Frühling so richtig in Schwung, und es zeigen sich ...

... frischgrüne Blattaustriebe an den Gartensträuchern und Bäumen. Im Steingarten leuchten
viele bunte Polsterstauden wie Aubrieta, Steinkraut und Schleifenblume dem Betrachter schon
von weitem entgegen und bieten den früh aufgestanden Insekten erste Nahrung. Die höheren
Beetstauden, bisher noch zwischen Zwiebelblumen verborgen, treiben kräftig aus, und man
kann viele Bekannte aus dem letzten Jahr wieder freudig begrüßen.

Manche Gartenbereiche weisen noch Lücken auf, oder es gibt neu zu gestaltende Beete?
Jetzt ist die ideale Pflanzzeit für die meisten Stauden. Der Boden hat sich erwärmt, ist
idealerweise schon gut vorbereitet, und vor allem wärmeliebende, mediterrane aber auch
herbstblühende Stauden wie Anemonen haben die ganze Vegetationsperiode vor sich, um
sich gut zu etablieren und somit den nächsten Winter gut zu überstehen.
In der Staudengärtnerei findet man nun gut abgehärtete Stauden in Töpfen, die bereits erste
Spitzen zeigen. Viele sind noch nicht so üppig grün wie vorgetriebene Blütenstauden aus
dem Zierpflanzenhandel. Diese eignen sich wunderbar als Dekoration für Eingang oder
Terrasse, sind aber manchmal nicht so ausdauernd. Wichtiger als die Austriebe sind die
Wurzeln; achten Sie auf gesundes, kräftiges Wurzelwerk, die Wurzeln sollten fest, mit
weißen Spitzen sein, dann wachsen sie sicher an.Ausführliche Informationen zur Pflanzung
von Stauden finden Sie hier: Auch für wärmeliebende Gehölze und Sträucher ist der April der
ideale Pflanzmonat. Sie können aus dem Container noch problemlos gepflanzt werden,
später blühende Ziersträucher wie Gartenhibiskus und Sommerflieder treiben jetzt erst aus.
Viele Gehölze stehen schon in voller Blütenpracht, z.B. viele Spiraea Arten,
Zierjohannisbeeren, Felsenbirnen. Die japanischen Zierkirschen sorgen mit rosa und weißen
Blütenwolken für Frühlingsgefühle.
Größere Rückschnitte bei Sträuchern sollten hier nun abgeschlossen sein, da oft schon
Vögel in den Ästen brüten. Erste Schnittmaßnahmen sind jetzt bei den früh blühenden
Ziergehölzen nötig. Bei Forsythien schneidet man alle verblühten Zweige an der Basis
heraus, um Platz für die Blüten des nächsten Jahres zu schaffen. Die Kätzchenweiden und
Ziermandeln sind auch verblüht und können komplett zurückgeschnitten werden, die Triebe,
die dieses Jahr wachsen, blühen alle im nächsten Jahr.

Eva.Hofmann@dlr.rlp.de www.Gartenakademie.rlp.d